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Nassfutter Haltbarkeit: Schale mit weichen Futterstücken und Löffel auf einer hellen Küchenplatte.

Nassfutter für Hund und Katze: Wie hält es ungeöffnet 18 Monate ohne Kühlschrank?

Hast du schon einmal einen Futterbeutel umgedreht, das Mindesthaltbarkeitsdatum gelesen und kurz gestutzt? Anderthalb Jahre? Ohne Kühlschrank? Bei einem Futter, das weich und saftig ist und zu einem großen Teil aus Fleisch besteht?

Veröffentlicht: 19.10.2026

Von der Canefelis-Redaktion · Stand: Oktober 2026

Der erste Gedanke ist bei vielen derselbe: Da muss doch irgendetwas drin sein, das das möglich macht. Ein Hähnchenbrustfilet aus dem Supermarkt hält im Kühlschrank ein paar Tage. Wie kann Hunde- oder Katzenfutter dann ungeöffnet 18 Monate bei Zimmertemperatur haltbar bleiben?

Diese Frage stellen sich viele. Es geht um das, was jeden Tag in den Napf deines Tieres kommt, und eine so lange Haltbarkeit wirkt zunächst überraschend.

Auf unseren eigenen Beuteln steht genau dieses Datum. Deshalb haben wir uns die Frage selbst gestellt und nachgelesen: bei Verbraucherschützern, bei der US-Lebensmittelbehörde FDA, bei Tierkliniken und in der Geschichte der Konservendose.

Die Antwort ist älter, als man denkt. Sie beginnt bei einem französischen Koch zur Zeit Napoleons und führt zu einer Konservendose, die nach 38 Jahren geöffnet wurde. Im Kern hat sie mit drei Dingen zu tun: einem dichten Verschluss, Hitze und einer Verpackung, die nichts durchlässt.

In diesem Artikel liest du, warum ungeöffnetes Nassfutter so lange haltbar ist und warum Trockenfutter und BARF anderen Regeln folgen. Danach wird es praktisch: was das MHD bedeutet, wie lange geöffnetes Nassfutter im Kühlschrank haltbar ist und woran du erkennst, dass du das Futter nicht mehr verfüttern solltest.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Ungeöffnetes Nassfutter wird nach dem Verschließen unter Hitze und Druck behandelt. Keime im Inneren werden abgetötet, und von außen kommt nichts mehr hinein.
  • Die Verpackung ist entscheidend: Ein Mehrschichtbeutel mit Aluminiumschicht hält Sauerstoff, Licht und Feuchtigkeit draußen.
  • Trockenfutter hält aus einem anderen Grund: Es enthält wenig Wasser. Fette werden dort meist mit Antioxidantien vor dem Ranzigwerden geschützt.
  • Nach dem Öffnen gilt das MHD nicht mehr. Reste gehören abgedeckt in den Kühlschrank; beachte die Herstellerangaben zur Aufbewahrung und Verwendung nach dem Öffnen.
  • Futter aus einem aufgeblähten, undichten oder beschädigten Beutel wird nicht verfüttert.

Wie kann Nassfutter ungeöffnet 18 Monate ohne Kühlschrank haltbar sein?

Damit Futter verdirbt, braucht es Mikroorganismen: Bakterien, Hefen, Schimmelpilze. Sie kommen über die Luft, über Hände, über Oberflächen. Und sie lieben genau das, was Nassfutter ausmacht: Wasser, Eiweiß und angenehme Temperaturen.

Geschlossener Glasbehälter mit braunen Futterstücken und hellem Deckel auf einer Küchenplatte.

Ein Stück Fleisch im Kühlschrank verdirbt also nicht, weil es „alt“ wird. Es verdirbt, weil Keime darauf arbeiten. Der Kühlschrank bremst sie nur. Er stoppt sie nicht.

Bei ungeöffnetem Nassfutter in Dose, Schale oder Beutel dreht man den Spieß um. Erst wird das Futter abgefüllt und luftdicht verschlossen. Danach wird die geschlossene Packung unter Hitze und Druck behandelt.

Ein Fachmagazin für den Lebensmittelhandel fasst es kurz zusammen: Nassfutter wird unter großer Hitze und Druck sterilisiert und dadurch keimfrei. Auch der Ratgeber eines großen Futterherstellers erklärt, dass Nassfutter in Dose oder Beutel nach dem Verschließen durch Erhitzen sterilisiert und so konserviert wird.

Der entscheidende Punkt ist die Reihenfolge. Weil die Packung schon zu ist, kann nach der Behandlung nichts Neues hinein. Was drinnen war, ist inaktiviert, und von draußen kommt kein Nachschub. Solange der Verschluss dicht bleibt, haben Keime schlicht keine Chance, sich wieder anzusiedeln.

Deshalb braucht so ein Futter vor dem Öffnen keine Kühlkette und kann ungeöffnet ungekühlt lagern. Es ist im Grunde dasselbe Prinzip wie bei einer Dose Bohnen oder einem Glas eingekochter Marmelade im Vorratsschrank, nur technisch sauberer gesteuert.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Beutel sagt dir, bis wann der Hersteller garantiert, dass das ungeöffnete Futter bei richtiger Lagerung seine Eigenschaften behält.

Ein über 200 Jahre altes Prinzip: von Appert bis zum Retortenbeutel

Die Idee hinter deinem Futterbeutel stammt aus der Zeit Napoleons. Der französische Koch und Konditor Nicolas Appert fand heraus, dass Lebensmittel lange haltbar bleiben, wenn man sie luftdicht verschließt und erhitzt. Laut Planet Wissen erhielt er dafür 1810 einen Preis von 12.000 Goldfranken.

Gläser mit trockenen Lebensmitteln stehen übersichtlich auf weißen Regalböden in einem Küchenschrank.

Appert arbeitete zuerst mit Glasflaschen, bald darauf entstanden Blechdosen. Wie gut das Prinzip funktioniert, zeigte sich 1851 auf der Weltausstellung in London: Dort wurde eine 38 Jahre alte Appert-Konserve geöffnet, und der Inhalt war laut Planet Wissen noch genießbar.

Der flexible Beutel, den du heute aus dem Futterregal kennst, ist deutlich jünger. Als erstes kommerzielles Produkt im sogenannten Retortenbeutel gilt ein japanisches Currygericht, das die Firma Otsuka 1968 auf den Markt brachte.

Die heutige Form des Beutels wurde maßgeblich vom Forschungszentrum der US-Armee in Natick gemeinsam mit Verpackungsherstellern entwickelt und 1978 mit einem Branchenpreis ausgezeichnet.

Der Name „Retorte“ kommt übrigens von dem Druckbehälter, in dem die verschlossenen Packungen erhitzt werden. Ein Retortenbeutel ist also nichts Geheimnisvolles. Er ist die biegsame, leichte Variante der klassischen Konservendose.

Was macht der Beutel? Mehrschichtfolie als Schutzschild

Ein Plastikbeutel aus der Gemüseabteilung wäre dafür nicht geeignet. Sauerstoff wandert langsam durch viele Kunststoffe hindurch, Licht ebenso. Beides setzt Fetten und Aromen zu. Deshalb besteht ein Retortenbeutel aus mehreren fest verbundenen Schichten, die jeweils eine eigene Aufgabe haben.

Eine flache helle Keramikschale mit weichen braunen Futterstücken steht neben einem Leinentuch.
  • Außen Polyester (PET): sorgt für Stabilität und ist häufig bedruckt.
  • Polyamid (Nylon): macht den Beutel widerstandsfähig gegen Durchstechen und Knicke.
  • Aluminium: eine sehr dünne Schicht, die als Barriere gegen Gase und Licht dient.
  • Innen Polypropylen (CPP): die Siegelschicht, die beim Verschließen verschweißt wird.

So ist ein typischer Retortenbeutel aufgebaut. Die Oregon State University ergänzt einen wichtigen Punkt: Die gewerbliche Herstellung läuft mit genau gesteuerten Zeiten und Bedingungen, die für jede Charge dokumentiert werden. Zu Hause lässt sich das nicht zuverlässig nachmachen.

Für dich im Alltag heißt das: Der Beutel gehört zur Haltbarkeit dazu. Wird er beschädigt, ist der Schutz weg. Woran du das erkennst, liest du weiter unten.

Trockenfutter für Hund und Katze: Warum wenig Wasser auch haltbar macht

Trockenfutter wird nicht im verschlossenen Beutel behandelt. Es wird gemischt, unter Druck und Dampf geformt und anschließend getrocknet. Laut Pet Food Institute hat Trockenfutter typischerweise 10 bis 12 Prozent Feuchtigkeit, Nassfutter dagegen 75 bis 78 Prozent.

Eine cremefarbene Schale mit trockenen Futterkroketten steht auf einer hellen Küchenarbeitsplatte.

Der geringe Wassergehalt ist entscheidend. Mikroorganismen brauchen frei verfügbares Wasser, um zu wachsen. Fachleute sprechen von Wasseraktivität. In einem trockenen Futterbrocken ist so wenig davon da, dass sich die meisten Keime nicht vermehren können.

Ein anderes Problem bleibt: Fett. Fett reagiert mit Sauerstoff und wird mit der Zeit ranzig. Deshalb enthalten Trocken- und halbfeuchte Futter laut Pet Food Institute in der Regel Konservierungsmittel und Antioxidantien. Natürliche Varianten wie Rosmarinextrakt oder Tocopherole (eine Form von Vitamin E) bedeuten dort oft eine kürzere Haltbarkeit.

Und nach dem Öffnen? Dann beginnt beim Trockenfutter die Oxidation. Die Tierklinikkette VCA empfiehlt, nur so viel zu kaufen, wie in etwa vier bis sechs Wochen verbraucht wird, und den Sack gut verschlossen zu lagern.

Die US-Behörde FDA rät, Trockenfutter im Originalsack zu lassen und diesen bei Bedarf komplett in einen Behälter mit Deckel zu stellen, statt die Brocken umzufüllen. So bleiben auch Chargennummer und Datum erhalten.

Zwei Futterarten, zwei Wege zur Haltbarkeit: Beim ungeöffneten Nassfutter erledigen Verschluss und Hitzebehandlung die Hauptarbeit. Beim Trockenfutter sind es Trocknung, Verpackung und meist Antioxidantien.

Warum BARF und Frischfleisch den Kühlschrank brauchen

Rohes Fleisch ist genau das Gegenteil von ungeöffnetem Nassfutter. Es wird nicht erhitzt, und es ist nicht dicht verpackt. Alles, was beim Schlachten, Zerlegen und Verpacken an Keimen dazukommt, bleibt drauf. Deshalb muss BARF durchgehend gekühlt oder tiefgefroren sein, vom Hersteller bis in deinen Kühlschrank.

Zwei rohe Hähnchenbruststücke liegen auf einem Holzbrett neben einer grauen Küchenarbeitsfläche.

Wie ernst das Thema ist, zeigt eine Studie der Universität Zürich: In mehr als 60 Prozent der untersuchten Proben von Rohfleischfutter für Hunde wurden Bakterien gefunden, die sogenannte ESBL-Enzyme bilden können. Die Forschenden raten deshalb zu strikter Hygiene bei der Zubereitung und Fütterung.

Damit ist nichts über die Entscheidung für oder gegen BARF gesagt. Diese Frage klärst du mit deiner Tierarztpraxis. Für die Haltbarkeit gilt aber eine klare Regel: Je weniger ein Futter verarbeitet und verpackt ist, desto kürzer bleibt es ohne Kühlung gut.

Lange haltbar heißt voller Konservierungsstoffe?

Das ist genau der Gedanke vom Anfang: Da muss doch etwas drin sein. Er ist verständlich, greift aber zu kurz.

Bei ungeöffnetem Nassfutter beruht die lange Haltbarkeit vor allem auf der Kombination aus dichtem Verschluss und Hitzebehandlung. Das Branchenportal Global Pet Industry schreibt dazu, dass die Sterilisation nach dem Verschließen ausreichen kann, um das Wachstum von Mikroorganismen zu stoppen.

Bei Trocken- und halbfeuchtem Futter, das nicht sterilisiert wird, übernehmen dagegen niedrige Feuchtigkeit, Schutzgas oder Konservierungsstoffe diese Aufgabe.

Heißt das, dass Nassfutter grundsätzlich ohne Zusatzstoffe auskommt? Nein, so pauschal stimmt das auch nicht. Viele Futter enthalten Zusatzstoffe aus ganz unterschiedlichen Gründen: Vitamine und Spurenelemente, damit das Futter als Alleinfutter vollständig ist, technologische Stoffe für die Konsistenz, manchmal Antioxidantien.

In der EU werden Zusatzstoffe vor ihrer Zulassung wissenschaftlich geprüft. Darauf weist auch der Ratgeber eines großen Futterherstellers hin.

Ein langes MHD allein verrät dir also nicht, was im Futter steckt. Das verrät dir die Deklaration. Unter „Zusatzstoffe“ muss stehen, was zugesetzt wurde. Dort lohnt sich der Blick, beim Datum nicht.

Wie du eine Deklaration Schritt für Schritt liest, haben wir im Artikel Tierische Nebenerzeugnisse im Hundefutter erklärt.

MHD und Verbrauchsdatum: Was gilt bei abgelaufenem Nassfutter?

Auf Lebensmitteln gibt es zwei verschiedene Daten, und sie bedeuten nicht dasselbe. Die Verbraucherzentrale erklärt den Unterschied klar: Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist eine Qualitätsgarantie des Herstellers für das ungeöffnete, richtig gelagerte Produkt.

Eine kleine Sanduhr steht neben einer leeren Keramikschale und einem grünen Tuch am Küchenfenster.

Das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) steht auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hackfleisch oder frischem Fisch. Nach diesem Datum soll das Produkt nicht mehr gegessen werden.

Futter für Hund und Katze trägt in der Regel ein MHD. Auf unseren Beuteln steht zum Beispiel: Mindesthaltbarkeitsdatum 18 Monate nach dem Herstellungsdatum, gemeint ist der ungeöffnete Beutel.

Das MHD ist kein Verfallsdatum, ab dem das Futter schlagartig schlecht wird. Die Verbraucherzentrale betont für Lebensmittel, dass Produkte nach dem MHD oft noch in Ordnung sind, wenn die Packung geschlossen und richtig gelagert war.

Trotzdem unser Rat für den Napf: Verfüttere Futter innerhalb des MHD. Dein Tier kann dir nicht sagen, wenn etwas komisch schmeckt, und Vitamine können mit der Zeit abnehmen.

Bei einem Beutel, dessen MHD schon länger überschritten ist, solltest du nicht am falschen Ende sparen. Wichtig: Nach dem Öffnen gilt das MHD ohnehin nicht mehr, denn ab dann kommen Sauerstoff, Feuchtigkeit und Keime ins Spiel.

Nassfutter geöffnet: Wie lange ist es haltbar?

Sobald der Beutel offen ist, bleibt nur noch wenig Zeit, um das Futter zu verbrauchen. Die Empfehlungen unterscheiden sich, weil Rezeptur, Kühlschranktemperatur und Handhabung eine Rolle spielen.

Ein geschlossener Glasbehälter mit Futterresten steht auf einem Glasboden im hellen Kühlschrank.
  • Die FDA rät, angebrochenes Dosen- und Beutelfutter sofort in den Kühlschrank zu stellen oder wegzuwerfen.
  • Ein Hersteller von Katzenfutter nennt für Reste von Nassfutter einen Tag im Kühlschrank.
  • VCA empfiehlt, Reste aus der Dose gekühlt aufzubewahren und nach spätestens drei Tagen zu entsorgen.

Als allgemeine Regel gilt: Reste abgedeckt in den Kühlschrank stellen und die Angaben des Herstellers zur Aufbewahrung und Verwendung nach dem Öffnen beachten. Ein kleiner Deckel oder ein Behälter mit Deckel hält Gerüche in Schach und schützt vor dem Austrocknen.

Wie lange eine Portion im Napf stehen darf und ob du Futter kalt aus dem Kühlschrank geben kannst, beantworten wir weiter unten bei den häufigen Fragen.

Beutel prüfen: Wann du Futter nicht mehr verfütterst

Die Haltbarkeit setzt einen unbeschädigten, dichten Verschluss voraus. Ist er beschädigt, gilt das MHD nicht mehr. Bevor du einen Beutel öffnest, lohnt sich deshalb ein kurzer Blick. Die FDA nennt aufgeblähte oder undichte Dosen und Beutel ausdrücklich als Warnsignal.

Zwei Hände reinigen einen weißen Teller mit einem Schwamm über der Spüle in einer hellen Küche.
  • Aufgebläht: Der Beutel wölbt sich oder steht unter Spannung. Nicht öffnen, nicht verfüttern.
  • Undicht oder feucht: Flüssigkeit am Rand, klebrige Stellen, Geruch durch die Verpackung.
  • Beschädigt: Löcher, Risse, aufgeriebene Ecken oder eine offene Siegelnaht.
  • Auffällig nach dem Öffnen: stechender, saurer oder gäriger Geruch, Schimmel, ungewöhnliche Farbe.

Im Zweifel gilt: lieber weg damit. Und wenn dein Tier nach dem Fressen eines Futters krank wirkt, ruf die Tierarztpraxis an und bewahre die Packung mit Chargennummer auf. Genau dafür empfiehlt die FDA, Futter im Originalbeutel zu lassen.

Vorrat anlegen: Wie viel Futter lohnt sich auf Lager?

Ein langes MHD verführt dazu, gleich für ein ganzes Jahr einzukaufen. Das kann sinnvoll sein, wenn du weißt, dass dein Tier ein Futter gern frisst. Wenn nicht, ist ein kleinerer Vorrat klüger. Geschmack ändert sich, manche Tiere mögen nach einigen Monaten lieber eine andere Sorte, und dann liegen die Kartons im Keller.

Mehrere verschlossene Vorratsgläser mit Haferflocken und Hülsenfrüchten stehen auf einer hellen Fläche.
  • Zuerst testen, dann bevorraten: Probier neue Sorten in kleinen Mengen, bevor du größere Packungen kaufst. Dafür sind Probierboxen mit mehreren Sorten gedacht.
  • Älteres nach vorne: Stell neue Packungen nach hinten und verbrauche zuerst die mit dem früheren Datum.
  • Im Karton lassen: Der Umkarton schützt die Beutel vor Licht, Knicken und spitzen Kanten.
  • Einmal im Monat schauen: Ein kurzer Blick auf Daten und Zustand der Beutel reicht.

So hast du auch dann Futter im Haus, wenn der Laden geschlossen ist oder du nicht zum Einkaufen kommst, und behältst die Haltbarkeit deiner Vorräte im Blick.

Häufige Fragen zur Haltbarkeit von Nassfutter

Wie lange darf Nassfutter im Napf stehen?

Nicht lange. Die Tierklinikkette VCA empfiehlt, Futter, das nach etwa 30 Minuten nicht gefressen wurde, zu entfernen. An warmen Tagen eher früher. Über Nacht sollte Nassfutter nicht im Napf bleiben. Plane lieber kleinere Portionen, die sofort gefressen werden.

Die FDA rät außerdem, Futternäpfe nach jeder Mahlzeit zu waschen und zu trocknen. Ein Napf mit eingetrockneten Resten ist der perfekte Ort für genau die Keime, die der Beutel vorher so zuverlässig draußen gehalten hat.

Kann ich Nassfutter kalt aus dem Kühlschrank geben?

Möglich ist es, beliebt ist es oft nicht. Viele Katzen und auch manche Hunde mögen Futter direkt aus dem Kühlschrank nicht. Kaltes Futter riecht schwächer, und gerade Katzen orientieren sich stark am Geruch.

Ein Katzenfutterhersteller rät deshalb, die Portion rechtzeitig herauszunehmen, damit sie Zimmertemperatur annimmt und das Aroma sich entfalten kann. Du kannst sie auch kurz in einem Schälchen in warmes Wasser stellen. Nicht in der Mikrowelle stark erhitzen, heiße Stellen können unangenehm sein.

Wenn dein Tier gerade wählerisch ist, kann genau dieser Punkt einen Unterschied machen. Mehr dazu in unseren Artikeln Katze frisst ihr Futter plötzlich nicht mehr und Hund frisst nicht.

Wo lagere ich ungeöffnetes Nassfutter am sinnvollsten?

Kühl, trocken und geschützt vor direkter Sonne, also nicht auf der Fensterbank, nicht neben der Heizung und nicht im heißen Auto. Die FDA empfiehlt, ungeöffnetes Futter an einem kühlen, trockenen Ort aufzubewahren. Achte außerdem darauf, dass die Beutel nicht mit spitzen Gegenständen in Kontakt kommen oder stark geknickt werden.

Kann man Katzenfutter selbst haltbar machen?

Selbst gekochtes Futter kannst du portionsweise einfrieren. Echtes Einkochen von Fleisch im Beutel oder Glas solltest du dagegen nicht ausprobieren. Die Oregon State University warnt, dass sich die gewerblichen Bedingungen zu Hause nicht zuverlässig erreichen lassen und falsch eingekochte, fleischhaltige Lebensmittel ein ernstes Risiko darstellen.

Wenn du selbst kochen möchtest, lass die Rezeptur von einer Tierarztpraxis oder Ernährungsberatung prüfen.

Was mache ich mit abgelaufenem Futter?

Ungeöffnete Packungen kurz nach dem MHD nehmen viele Tierheime und Tiertafeln noch an. Frag vorher nach, denn die Regeln sind unterschiedlich. Beschädigte, aufgeblähte oder schon geöffnete Packungen gehören in den Müll, nicht in die Spende.

Kann Trockenfutter schlecht werden?

Ja. Weniger durch Keime als durch Oxidation, Feuchtigkeit und Vorratsschädlinge. Ranziger Geruch, Klumpen, Schimmel oder kleine Motten sind klare Zeichen. Lagere den Sack verschlossen, trocken und kühl, und kaufe Mengen, die du in einigen Wochen verbrauchst.

Ist Futter, das ungeöffnet 18 Monate hält, „weniger frisch“ als BARF?

Das sind zwei verschiedene Konzepte. Rohes Fleisch ist unverarbeitet und muss deshalb gekühlt bleiben. Hitzebehandeltes Futter im dichten Beutel ist verarbeitet und dadurch lange lagerfähig.

Ein langes MHD sagt also etwas über Verarbeitung und Verpackung aus, nicht darüber, wann die Zutaten verarbeitet wurden. Aussagekräftiger für die Wahl eines Futters sind die Deklaration, die analytischen Bestandteile und die Frage, ob es deinem Tier schmeckt.

Und unser Beutel? So sieht es bei Canefelis aus

Vielleicht hast du dir die Frage vom Anfang ja wegen eines unserer Beutel gestellt. Verpackt wird bei uns jede Portion in einem vierschichtigen Retortenbeutel aus PET, Aluminium, Polyamid und Polypropylen. Das sind die vier Schichten, die du oben kennengelernt hast.

Auf jedem Beutel steht: Mindesthaltbarkeitsdatum 18 Monate nach dem Herstellungsdatum. Ungeöffnet lagerst du ihn bei Zimmertemperatur, ganz ohne Kühlschrank.

Im Beutel steckt schonend gebackenes Softfutter mit weicher, saftiger Textur. Es besteht also weder aus harten Trockenfutterbrocken noch entspricht es klassischem Dosenfutter, sondern liegt dazwischen. Die Feuchtigkeit liegt laut Analyse bei höchstens 65 Prozent.

Ein Beutel enthält 100 Gramm. Das passt zu dem, was du über geöffnetes Futter gelesen hast: Du öffnest nur, was du brauchst, und es bleiben weniger angebrochene Reste im Kühlschrank. Wie viele Beutel dein Tier am Tag bekommt, hängt von Gewicht und Bedarf ab. Die Fütterungsempfehlung steht auf der Packung.

Und weil die Deklaration mehr verrät als das Datum: Was drin ist, steht auf dem Beutel, mit Prozentangaben. Ein Beispiel aus der Hundelinie: Ente und Huhn mit Gemüse und Obst enthält 31 % Entenbrust, 29 % Hühnerbrust, 12 % Hühnerleber, 8 % Hühnerherz und 5 % Ei.

Ein Beispiel aus der Katzenlinie: Huhn mit Gemüse und Obst enthält 70 % Hühnerbrust, 8 % Hühnerleber, 7 % Hühnerherz und 5 % Ei. Die Zusatzstoffe sind auf der Packung aufgeführt, darunter Vitamine, Spurenelemente sowie L-Lysin in der Hundelinie und Taurin in der Katzenlinie.

Die lange Haltbarkeit ist für uns vor allem eine praktische Sache. Du kannst ein paar Sorten vorrätig haben, ohne dass etwas im Kühlschrank Platz wegnimmt, und für unterwegs oder den Urlaub einfach ein paar Beutel einpacken.

Lust, es selbst auszuprobieren?

Wenn du schonend gebackenes Softfutter ausprobieren und herausfinden möchtest, ob es deinem Tier schmeckt, ist die Probierbox der einfachste Einstieg: 12 Beutel à 100 g, alle drei Sorten. So testest du zuerst und legst erst dann einen Vorrat an.

Für Hunde: Softfutter-Probierbox für Hunde · Für Katzen: Softfutter-Probierbox für Katzen

Einzelne Beutel gibt es ab 2,49 €, ab 47 € Bestellwert ist der Versand nach Österreich und Deutschland gratis.

P.S.: Wenn du beim nächsten Einkauf einen Beutel umdrehst und wieder eine lange Haltbarkeit siehst, weißt du jetzt, wie sie zustande kommt. Was wirklich drin ist, sagen dir Deklaration und Zusatzstoffe.

Und wie lagerst du Nassfutter bei dir zu Hause?

Hast du einen Vorratsschrank, eine Kiste im Keller oder kaufst du lieber wöchentlich? Und was machst du mit angebrochenen Resten? Schreib es uns in die Kommentare. Wir lesen alles, und praktische Tipps sammeln wir für einen eigenen Beitrag.

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