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Mythen über Hunde- und Katzenfutter: 12 Irrtümer im Faktencheck
Hast du schon einmal gehört, dass Katzen eine Schale Milch brauchen? Dass Trockenfutter die Zähne putzt? Dass Hunde eigentlich Wölfe sind und nur Fleisch fressen sollten? Oder dass man einer wählerischen Katze einfach nichts anderes hinstellt, nach dem Motto: „Irgendwann wird sie schon fressen“?
Veröffentlicht: 19.10.2026
Von der Canefelis-Redaktion · Stand: Oktober 2026
Diese Sätze hört man auf Spielplätzen, in Foren, an der Kasse im Zoofachhandel. Manche klingen nach Erfahrung, manche nach gesundem Menschenverstand. Und manche halten sich seit Jahrzehnten, obwohl die Forschung längst etwas anderes zeigt.
Wenn du dich manchmal fragst, wem du beim Thema Futter überhaupt noch glauben sollst: Das geht vielen so. Jeder Ratgeber widerspricht dem nächsten, und am Ende stehst du vor dem Napf und willst einfach nichts falsch machen.
Deshalb haben wir uns zwölf verbreitete Mythen über Hunde- und Katzenfutter vorgenommen und jeden anhand öffentlich zugänglicher Quellen überprüft: tierärztliche Fachinformationen, Universitätskliniken, Studien und unabhängige Tests. Du bekommst zu jedem Mythos eine kurze Antwort, die Begründung und einen praktischen Tipp für den Alltag.
WICHTIG
Wichtig vorab: Dieser Text ersetzt keine Untersuchung. Wenn dein Tier krank wirkt, nicht frisst oder du unsicher bist, ist die Tierarztpraxis die richtige Adresse.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Erwachsene Katzen brauchen keine Kuhmilch. Wasser und ein Alleinfuttermittel decken den Bedarf.
- Trockenfutter putzt keine Zähne. Zahnpflege und Kontrollen in der Tierarztpraxis bleiben wichtig, egal welche Futterart.
- Hunde sind keine Wölfe mehr. Ihr Erbgut zeigt Anpassungen an stärkehaltige Nahrung.
- Eine Katze nie hungern lassen, um sie zu „erziehen“. Wenn sie nicht frisst, die Tierarztpraxis anrufen.
- Knoblauch gehört nicht in den Napf. Zwiebelgewächse sind für Hunde und Katzen giftig.
- Preis, Werbung und Haltbarkeit sagen wenig. Die Deklaration sagt mehr.
Mythos 1: Dürfen Katzen Milch trinken?
Das Bild ist fest in unseren Köpfen: Katze, Bauernhof, Schälchen Milch. Kein Wunder, dass sich so viele Katzenhalter fragen, ob Katzen Milch trinken dürfen.

Die kurze Antwort: Sie brauchen keine. Kitten bilden das Enzym Laktase, mit dem sie Milchzucker aufspalten. Nach der Umstellung auf feste Nahrung wird davon weniger gebildet. Kuhmilch enthält rund 50 Gramm Laktose pro Kilogramm, und genau damit kommen viele erwachsene Katzen schlecht zurecht.
Typische Folgen sind Blähungen, Bauchweh oder Durchfall. Giftig ist Milch nicht, aber sie ist eine kleine Kalorienbombe und ersetzt weder Wasser noch eine Mahlzeit.
Für den Alltag: Wenn du deiner Katze etwas Besonderes gönnen willst, gibt es laktosereduzierte Katzenmilch. Auch sie ist nur als gelegentlicher Leckerbissen in kleinen Mengen gedacht. Zum Trinken bleibt Wasser das Mittel der Wahl, gern an mehreren Stellen in der Wohnung.
Mythos 2: Trockenfutter reinigt die Zähne
Die Logik klingt einleuchtend: Hartes Futter knackt, also schrubbt es die Zähne sauber. Lange haben das sogar Fachleute so gesehen.

Heute ordnet die tiermedizinische Fakultät der Tufts University diese Annahme als Irrtum ein: Sowohl Trocken- als auch Nassfutter tragen zur Bildung von Zahnbelag bei. Viele Hunde und Katzen zerbeißen ihre Kroketten kaum, sie schlucken sie fast ganz. Ein Putzeffekt bleibt dann aus.
Es gibt allerdings speziell entwickelte Dental-Trockenfutter, deren Form und Struktur darauf ausgelegt sind, Belag mechanisch zu reduzieren. Das ist dann eine Eigenschaft dieses konkreten Produkts, nicht von Trockenfutter allgemein.
Für den Alltag: Unabhängig von der Futterart helfen regelmäßiges Zähneputzen mit Tierzahnpasta und die Kontrolle bei der jährlichen Untersuchung. Wie oft und womit, besprichst du mit deiner Tierarztpraxis.
Mythos 3: Hunde sind Wölfe und brauchen nur Fleisch
Wer einen Schäferhund neben einem Wolf sieht, versteht, woher dieser Gedanke kommt. Und ja, Hund und Wolf sind eng verwandt. Aber zwischen beiden liegen viele tausend Jahre Zusammenleben mit dem Menschen.

2013 verglich ein Forschungsteam um Erik Axelsson das Erbgut von 12 Wölfen und 60 Hunden aus 14 Rassen. Es fand 36 Regionen, in denen sich beide unterscheiden. Zehn davon betreffen Gene, die mit dem Abbau von Stärke zu tun haben.
Besonders auffällig ist das Gen AMY2B, das für die Bildung von Amylase gebraucht wird. Hunde tragen mehr Kopien davon, und in der Bauchspeicheldrüse war es bei ihnen rund 28-mal aktiver als beim Wolf. Die Forschenden vermuten, dass sich Hunde an die Nahrung angepasst haben, die sie in der Nähe menschlicher Siedlungen fanden.
Was das bedeutet: Fleisch kann und darf im Hundenapf eine zentrale Rolle spielen. Aber „nur Fleisch, wie beim Wolf“ ist kein Naturgesetz. Entscheidend ist, dass das Futter als Alleinfuttermittel alle Nährstoffe in der richtigen Menge liefert. Reines Muskelfleisch allein tut das nicht.
Mythos 4: Getreide im Hundefutter ist immer schädlich
„Getreide im Hundefutter, gut oder schlecht?“ Diese Frage stellen sich so viele Hundehalter, dass man meinen könnte, es gäbe eine einfache Antwort. Die gibt es nicht, und genau das ist der Punkt.

Die Studie aus Mythos 3 zeigt, dass Hunde Stärke deutlich besser verwerten können als Wölfe. Getreide ist also nicht per se ein wertloser Füllstoff.
Ob es in einem Futter sinnvoll eingesetzt ist, hängt von Menge, Art und dem Rest der Rezeptur ab. Ein Futter, das zum größten Teil aus Getreide besteht und nur einen geringen Anteil konkret bezeichneter Fleischzutaten enthält, ist eine andere Sache als ein Futter, in dem Getreide eine kleine Rolle spielt.
Getreidefrei ist eine Entscheidung bei der Rezeptur, kein Gesundheitsversprechen. Unsere eigenen Rezepturen sind getreidefrei, und wir sagen das so offen, wie wir es meinen: als Beschreibung, nicht als Urteil über andere Futter. Hat dein Hund besondere Bedürfnisse, klärst du die Futterwahl mit der Tierarztpraxis.
Für den Alltag: Schau, welche Fleischzutaten in welchen Mengen enthalten sind und welche Rolle Getreide in der Rezeptur spielt. Das sagt mehr als das Etikett „mit“ oder „ohne Getreide“.
Mythos 5: Hunde und Katzen sollten nicht immer das gleiche Futter bekommen
Wir Menschen würden uns langweilen, wenn es jeden Tag dasselbe gäbe. Also übertragen wir das auf unsere Tiere und wechseln die Sorte, sobald der Napf einmal nicht leer wird.
Ein gutes Alleinfuttermittel ist aber gerade so gemacht, dass es den Bedarf dauerhaft deckt. Abwechslung ist deshalb keine Pflicht.
Bei Katzen kommt etwas hinzu: In einem tiermedizinischen Fachbuch zur Katzenernährung beschreiben die Autorinnen und Autoren, dass häufiges Wechseln von Sorten, Marken und Futterarten die natürliche Fähigkeit der Katze stören kann, ihre Futteraufnahme selbst zu regulieren. Gleichzeitig kann eine Katze, die nur eine bestimmte Textur kennt, Neues zunächst ablehnen.
Für den Alltag: Beides kann sinnvoll sein. Eine feste, gut angenommene Sorte ist völlig in Ordnung. Wer Abwechslung möchte, plant sie: zwei oder drei bekannte Sorten im Wechsel, Neues langsam einführen, nicht nach jeder Ablehnung etwas anderes hinstellen. Wie du Futtersorten bei Katzen gezielt abwechseln kannst, beschreiben wir in Katze frisst ihr Futter plötzlich nicht mehr.
Mythos 6: Eine wählerische Katze lässt man hungern, bis sie frisst
Bei Hunden hört man den Rat oft, und bei manchen gesunden Hunden bleibt ein ausgelassenes Frühstück tatsächlich ohne Folgen. Bei Katzen ist dieser Rat gefährlich.

Die Veterinärmedizin der University of Illinois beschreibt, dass Katzen, die mehrere Tage hintereinander nichts fressen, eine hepatische Lipidose entwickeln können, eine Verfettung der Leber, die lebensbedrohlich werden kann. Übergewichtige Katzen sind dabei besonders gefährdet. Eine feste Zahl von Stunden, während der das Nichtfressen sicher unbedenklich ist, gibt es nicht.
Für den Alltag: Frisst deine Katze kaum oder gar nicht, warte nicht ab. Ruf die Tierarztpraxis an, bei Erbrechen, Schmerzen, Teilnahmslosigkeit oder einer übergewichtigen Katze früher. Erst wenn medizinische Gründe ausgeschlossen sind, geht es um Napf, Geruch und Sorte. Mehr dazu findest du in Katze frisst nicht: Ursachen, Tipps und wann du zum Tierarzt solltest.
Mythos 7: Ist teures Hundefutter automatisch besser?
Viele schließen vom Preis auf die Qualität. Das ist menschlich, beim Futter aber ein unsicherer Maßstab, in beide Richtungen.

Ein neueres Beispiel liefert die Stiftung Warentest vom April 2024: Sie prüfte 27 Nassfutter für ausgewachsene Katzen. 16 erhielten die Gesamtnote „Sehr gut“ oder „Gut“. Preiswerte Produkte schnitten ebenfalls gut ab, während auch teure Futter Schwächen zeigten.
Das heißt nicht, dass günstig automatisch gut ist oder teuer automatisch schlecht. Es heißt nur: Der Preis allein beantwortet die Frage nicht. Unterschiede im Preis können Rohstoffe, Verarbeitung, Verpackung, Packungsgröße oder Vertrieb widerspiegeln.
Für den Alltag: Schau auf das, was du prüfen kannst. Steht „Alleinfuttermittel“ auf der Packung? Sind die tierischen Zutaten mit Prozentangaben benannt? Passt die Fütterungsempfehlung zu Gewicht und Alter deines Tieres? Und frisst dein Tier es gern? Diese vier Punkte sagen mehr als jedes Preisschild.
Mythos 8: Lange haltbares Futter steckt voller Konservierungsstoffe
Viele Monate ohne Kühlschrank? Da muss doch „Chemie“ drin sein. So denken viele, und die Frage ist berechtigt. Die Antwort liegt bei Konserven, Schalen und Beuteln aber meist woanders.

Solche Futter werden nach dem Verschließen im sogenannten Retortenverfahren erhitzt. Dabei kommen Druckbehälter zum Einsatz, die ähnlich wie große Schnellkochtöpfe funktionieren. Ziel ist die kommerzielle Sterilität: Mikroorganismen, die gefährlich wären oder sich bei Raumtemperatur vermehren könnten, werden abgetötet.
Damit das so bleibt, muss die Verpackung luftdicht verschlossen sein. Das beschreibt eine Studie aus dem Jahr 2023 am Beispiel von Katzenfutter. Sie zeigt auch, dass Beutel, Schalen und Dosen sich beim Erhitzen unterschiedlich verhalten.
Lange Haltbarkeit ist also zunächst eine Frage von Hitze und Verpackung. Ob ein Futter darüber hinaus Zusatzstoffe enthält, und welche, lässt sich nicht an der Haltbarkeit ablesen. Das steht in der Deklaration.
Für den Alltag: Lies den Abschnitt „Zusatzstoffe“ auf der Packung, statt aus der Haltbarkeit Schlüsse zu ziehen. Und beachte: Nach dem Öffnen gilt diese Haltbarkeit nicht mehr. Angebrochenes Futter gehört abgedeckt in den Kühlschrank und wird zeitnah verfüttert, so wie es der Hersteller auf der Packung angibt.
Mythos 9: Tierische Nebenerzeugnisse sind Abfall
Das Wort klingt nach Resten vom Boden der Schlachterei. Tatsächlich ist „tierische Nebenerzeugnisse“ ein Sammelbegriff aus dem Futtermittelrecht, und der umfasst auch Teile, die Hunde und Katzen in der Natur gezielt fressen würden: Leber, Herz, Niere, Magen.
Ein Beispiel aus unserer eigenen Deklaration: Leber und Herz zählen zu den Nebenerzeugnissen. In unserem Hundefutter mit Huhn stehen 12 % Hühnerleber und 8 % Hühnerherz. Das Problem ist also nicht der Begriff, sondern fehlende Transparenz. Steht nur „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ ohne Tierart und Anteil auf der Packung, weißt du nicht, was genau drin ist.
Wie du eine Deklaration in 30 Sekunden liest, erklären wir ausführlich in Tierische Nebenerzeugnisse im Hundefutter: Was sie bedeuten.
Für den Alltag: Achte darauf, ob Tierart, Teil und Anteil auf der Packung stehen. Dann weißt du, was im Napf landet, egal wie der Oberbegriff heißt.
Mythos 10: Knoblauch hilft beim Hund gegen Zecken
Ein Hausmittel, das in Foren und Kommentaren immer wieder auftaucht: ein bisschen Knoblauch ins Futter, und die Zecken bleiben weg. Hier lohnt sich ein Blick in die tierärztliche Fachliteratur, denn das Risiko ist gut dokumentiert.

Das MSD/Merck Veterinary Manual ordnet Knoblauch und Zwiebeln als giftig für Tiere ein. Die schwefelhaltigen Verbindungen schädigen rote Blutkörperchen, es kann zu einer sogenannten Heinz-Körper-Anämie kommen.
Knoblauch gilt dabei als etwa drei- bis fünfmal stärker als Zwiebel. Am empfindlichsten reagieren Katzen, danach Hunde. Erste Anzeichen können erst drei bis fünf Tage nach der Aufnahme sichtbar werden.
Für den Alltag: Knoblauch, Zwiebeln, Lauch und Schnittlauch gehören nicht in den Napf, auch nicht „nur ein bisschen“ über längere Zeit. Für Zecken- und Flohschutz gibt es geprüfte Mittel. Welches zu deinem Tier, seinem Alter und eurem Alltag passt, besprichst du mit der Tierarztpraxis. Hat dein Tier etwas davon gefressen, ruf dort an.
Mythos 11: Katzen kann man genauso gut vegan ernähren
Immer mehr Menschen essen pflanzlich, und viele fragen sich, ob das auch für ihre Tiere gelten kann. Die Frage ist verständlich, gerade aus Liebe zu Tieren.
Die British Veterinary Association empfiehlt in ihrer aktuellen Verbraucherinformation keine vegetarische oder vegane Ernährung für Katzen. Sie begründet das mit den besonderen Nährstoffbedürfnissen der Katze und offenen Fragen zur Versorgung durch pflanzliche Zutaten.
Bei Hunden hält die BVA eine vegetarische oder vegane Ernährung grundsätzlich für möglich. Eine ausgewogene Versorgung ist jedoch anspruchsvoll; langfristige kontrollierte Studien fehlen noch. Sie rät zu einem als Alleinfuttermittel gekennzeichneten Futter und tierärztlicher Begleitung.
Für den Alltag: Wenn du über eine andere Ernährungsform für dein Tier nachdenkst, sprich vorher mit einer Tierarztpraxis, die sich mit Ernährung auskennt. Das gilt übrigens für jede größere Umstellung, nicht nur für pflanzliche.
Mythos 12: Hundefutter für Katzen ist doch fast dasselbe
Im gemeinsamen Haushalt passiert es ständig: Die Katze bedient sich am Hundenapf, und irgendwann denkt man, das sei schon in Ordnung. Beides ist schließlich Fleisch in der Dose oder im Beutel.

Hunde- und Katzenfutter sind aber für unterschiedliche Tiere zusammengestellt. Katzen sind obligate Fleischfresser, wie die BVA betont, und ihr Futter ist auf ihren Bedarf abgestimmt, zum Beispiel mit Taurin. In unseren Katzenrezepturen steht deshalb Taurin in der Analyse, mit mindestens 0,15 %. Hundefutter ist für Hunde gemacht und nicht dafür gedacht, eine Katze dauerhaft zu versorgen.
Für den Alltag: Füttere getrennt, zum Beispiel die Katze erhöht und den Hund am Boden, und räume Näpfe nach der Mahlzeit weg. Frisst deine Katze regelmäßig mit, sprich mit der Tierarztpraxis über ihre Versorgung.
So viele Hunde und Katzen leben in deutschen Haushalten
Nach der Erhebung von IVH und ZZF für 2025 lebten in Deutschland 15,7 Millionen Katzen und 10,0 Millionen Hunde. Katzen gab es in 24 % der Haushalte, Hunde in 20 %. Insgesamt hielten 43 % der Haushalte mindestens ein Heimtier. Grundlage war eine repräsentative Befragung von 5.000 Haushalten durch Skopos; veröffentlicht wurden die Zahlen im April 2026.
Das sind sehr viele Näpfe, die jeden Tag gefüllt werden, und sehr viele Halter, die sich dieselben Fragen stellen. Kein Wunder, dass sich Mythen so schnell verbreiten: Jeder Rat wird weitergegeben, auch der, der nie gestimmt hat.
Woran erkennst du gutes Hunde- und Katzenfutter, statt Mythen zu glauben?
Du brauchst kein Studium der Ernährungswissenschaft, um ein Futter grob einzuschätzen. Mit diesen Fragen kannst du die Angaben auf jeder Packung prüfen:
- Ist es ein Alleinfuttermittel? Nur dann soll es allein den täglichen Bedarf decken. Ergänzungsfuttermittel sind nicht als alleinige Nahrung gedacht.
- Sind die tierischen Zutaten benannt? Tierart, Teil und Prozentangabe sind aussagekräftiger als Sammelbegriffe.
- Passt das Futter zur Tierart und Lebensphase? Hundefutter für Hunde, Katzenfutter für Katzen, und der Hinweis zur Altersgruppe sollte zu deinem Tier passen.
- Steht eine Fütterungsempfehlung drauf? Sie ist ein Startwert. Gewicht und Figur zeigen, ob du nachjustieren solltest.
- Was steht unter Zusatzstoffe? Dort findest du Vitamine, Spurenelemente und andere Zusätze. Was nicht in der Deklaration steht, solltest du nicht aus Werbung oder Haltbarkeit ableiten.
- Frisst dein Tier es gern? Auch ein perfektes Datenblatt nützt wenig, wenn der Napf voll bleibt.
Häufige Fragen zu Futter-Mythen
Ist Nassfutter schlecht für die Zähne?
Nach Einschätzung der Tufts University tragen Trocken- und Nassfutter gleichermaßen zur Bildung von Zahnbelag bei. Die Futterart allein ist also nicht ausschlaggebend für die Zahngesundheit. Wichtiger sind Zahnpflege zu Hause und regelmäßige Kontrollen in der Tierarztpraxis.
Dürfen Katzen laktosefreie Milch oder Katzenmilch trinken?
In kleinen Mengen als gelegentlicher Leckerbissen kann das gehen, sofern deine Katze es verträgt. Beides enthält Kalorien und ersetzt weder Wasser noch eine Mahlzeit. Hat deine Katze eine Erkrankung oder bekommt sie ein Spezialfutter, frag vorher in der Tierarztpraxis.
Wie lange darf eine Katze nichts fressen?
Darauf gibt es keine sichere Stundenzahl. Weil Katzen nach einigen Tagen ohne Futter eine Leberverfettung entwickeln können, wartest du nicht ab: Frisst sie kaum oder gar nicht, ruf die Tierarztpraxis an, bei Warnzeichen oder einer übergewichtigen Katze sofort.
Muss ich das Futter meines Hundes regelmäßig wechseln?
Nein. Ein Alleinfuttermittel, das dein Hund gern frisst und mit dem er sein Gewicht hält, kannst du dauerhaft füttern. Möchtest du wechseln, mach es schrittweise über mehrere Tage, damit sich dein Hund an das neue Futter gewöhnen kann.
Woran erkenne ich ein Alleinfuttermittel?
Es steht auf der Packung, meist direkt beim Produktnamen oder bei der Deklaration: „Alleinfuttermittel für Hunde“ oder „für Katzen“. Steht dort „Ergänzungsfuttermittel“, ist das Produkt nicht dafür gedacht, allein gefüttert zu werden.
Wie wir das bei Canefelis halten
Wir möchten keine neuen Mythen verbreiten. Deshalb hier nur das, was du auf unseren Packungen selbst nachprüfen kannst.
Unser Futter ist schonend gebackenes Softfutter mit weicher, saftiger Textur, in 100-g-Beuteln. Alle sechs Rezepturen sind als Alleinfuttermittel für Hunde beziehungsweise Katzen jeden Alters deklariert, und die tierischen Zutaten stehen mit Prozentangabe auf der Packung.
- Hund, Huhn: 60 % Hühnerbrust, 12 % Hühnerleber, 8 % Hühnerherz, 5 % Ei.
- Hund, Ente und Huhn: 31 % Entenbrust und 29 % Hühnerbrust, dazu 12 % Hühnerleber, 8 % Hühnerherz, 5 % Ei. Diese Sorte enthält also auch Huhn.
- Katze, Huhn: 70 % Hühnerbrust, 8 % Hühnerleber, 7 % Hühnerherz, 5 % Ei, mit Taurin (mindestens 0,15 %).
- Katze, Fisch und Huhn: 40 % Fisch (Lachs, Sardine, Makrele, Kabeljau, Bonito) und 30 % Hühnerbrust. Auch hier ist Huhn dabei.
Leber und Herz stehen bei uns mit Namen und Anteil in der Zutatenliste, auch wenn sie rechtlich zu den Nebenerzeugnissen zählen. Unsere Rezepturen sind getreidefrei, als Rezepturentscheidung, nicht als Versprechen. Und die Beutel sind ungeöffnet 18 Monate haltbar. Welche Zusatzstoffe enthalten sind, steht vollständig in der Deklaration jeder Sorte.
Lust, es selbst auszuprobieren?
Mythen verschwinden am schnellsten, wenn man selbst nachschaut. Unsere Probierboxen enthalten 12 Beutel à 100 g mit allen drei Sorten, damit du in Ruhe testen kannst, was deinem Tier schmeckt.
Für Hunde: Softfutter-Probierbox für Hunde · Für Katzen: Softfutter-Probierbox für Katzen
Gratis Versand nach Österreich und Deutschland ab 47 € Bestellwert.
P.S.: Den Satz „Das hat man schon immer so gemacht“ darfst du beim Futter ruhig hinterfragen. Ein Blick auf die Deklaration dauert 30 Sekunden.
Welchen Mythos hast du schon gehört?
Welcher dieser Sätze ist dir schon begegnet, beim Tierarztbesuch, in der Familie oder im Park? Und gibt es einen Futter-Mythos, den wir hier noch nicht aufgegriffen haben? Schreib ihn uns in die Kommentare. Wir lesen alles und prüfen gern auch deinen.


















